.
In den Nachkriegsjahren wurde sowohl in West- als auch in Ostdeutschland angenommen, der Faschismus sei überwunden. In Wirklichkeit saßen hochrangige Nazis (auch in Ostdeutschland) in der Mitte der Gesellschaft. Der Faschismus war also nicht überwunden.
Mit Corona ist das ähnlich. Jetzt denkt man, Corona sei überwunden. Der Dilettantismus, das wesentliche Merkmal der Corona-Zeit, ist aber geblieben. DAS zeigt sich ganz konkret daran, dass Krankenkassen meist keine Ahnung haben, wohin sie Long-Covid-Patienten hinschicken sollen. Dann gibt es solche Gerüchte wie es seien Spezial-Abteilungen eingerichtet worden ---- diese sollen sich dann nur 40 Kilometer entfernt befinden, oder in Norddeutschland ... oder war da eine Einrichtung in Bayern? Die Suche nach einem geeigneten Therapieplatz entpuppt sich als die Suche nach dem Yeti, dem legendären Schneemenschen. Gibt es ihn oder gibt es ihn nicht? Gibt es Corona-spezifische Reha-Einrichtungen oder nicht? Wer weiß! Die Ghosthunters sind auf der Suche.
Dieses absolute Unvermögen, mit Corona umzugehen, besteht bis zum heutigen Tag!
Montrose hat geschrieben:Long-Covid. Es gibt da Sauerstoff-Anwendungen, die man aber selbst zahlen muss und die recht teuer sind, die aber nach einem Bericht von jemandem tatsächlich die Symptome von Long-Covid bessern. Zufuhr von Nährstoffen soll auch ein bisschen was bringen.
So, mein Zahlen-Zauberlehrling, jetzt musst du gaanz stark sein.... Die Verfahren, die bei Long-Covid möglicherweise helfen, sind wissenschaftlich nicht besonders erforscht (das ist eher Erfahrungsheilkunde) und müssen meist selbst bezahlt werden. Das heißt, Krankenkassen, Krankenkassenärzte, Wissenschaftler ---jetzt hätte ich mich fast vertippt und Wissenschlafer geschrieben --- und Politiker lassen Long-Covid-Patienten im Regen stehen.
Ja wo isse denn, die Wissenschaft und die Solidargemeinschaft? Ja wo isse denn? Isse wieder davongelaufen? Irgendwo ins Gebüsch, wo keiner sie findet?
.